Gartenzeit: Fertigrasen im Mai verlegen und richtig anwachsen lassen
Ein dichter, gleichmäßig grüner Rasen prägt die Wirkung im Garten. Wer nicht lange auf die Keimung einer Rasensaat warten möchte, entscheidet sich häufig für Fertigrasen, denn die fertigen Soden bringen sofort eine geschlossene Fläche. Damit sie zuverlässig mit dem Untergrund verwachsen, braucht es jedoch die richtige Vorbereitung und Pflege. Gerade der Mai bietet dafür günstige Voraussetzungen, weil die Böden meist ausreichend erwärmt sind, die Gräser aktiv wachsen und die große Sommerhitze noch nicht dauerhaft eingesetzt hat. Die folgenden Punkte zeigen, worauf es vom richtigen Zeitpunkt bis zur Pflege nach der Verlegung ankommt.
Warum der Mai für die Verlegung vom Rollrasen gut geeignet ist
Die beste Zeit, um Rollrasen zu verlegen, liegt grundsätzlich zwischen dem Frühjahr und dem Herbst. Entscheidend ist, dass der Boden nicht gefroren ist und die Temperaturen ein aktives Wurzelwachstum ermöglichen. Im Mai sind diese Bedingungen häufig erfüllt. Die Nächte sind meist milder als im März oder April, während die Verdunstung noch nicht so stark ist wie in den heißen Sommermonaten.
Für Rollrasen ist diese Kombination günstig. Die Gräser können schnell neue Feinwurzeln bilden und in die obere Bodenschicht einwachsen. Gleichzeitig lässt sich die Fläche bei normaler Frühjahrswitterung gut feucht halten, ohne dass tägliche Extremhitze den Boden sofort wieder austrocknet.
Trotzdem sollte die Witterung genau betrachtet werden. Bei starkem Dauerregen wird das Feinplanum schnell beschädigt, bei ungewöhnlich warmen Tagen muss dagegen häufiger gewässert werden. Wird der Rollrasen im Mai verlegt, sollte der Garten daher vorbereitet sein, bevor die Lieferung erfolgt. Auch angrenzende Beete und Wege im Garten sollten dabei mitgedacht werden.
Als Erstes den Boden vor der Verlegung richtig vorbereiten
Der wichtigste Arbeitsschritt findet statt, bevor die erste Sode ausgerollt wird. Ein Rasen kann nur dann gleichmäßig anwachsen, wenn der Untergrund eben, locker und ausreichend wasserdurchlässig ist. Alte Rasennarben, Unkraut, Steine und grobe Wurzelreste sollten deshalb vollständig entfernt werden.
Anschließend wird der Boden gelockert. Das ist besonders bei schweren Lehmböden wichtig, da sie zur Verdichtung neigen und Wasser nur langsam in tiefere Schichten abgeben. Bleibt Niederschlags- oder Gießwasser zu lange im oberen Bodenbereich stehen, können Sauerstoffmangel, schwaches Wurzelwachstum und später auch Moosbildung die Folge sein.
Bei bindigen Böden kann es sinnvoll sein, Quarzsand einzuarbeiten. Der Sand verbessert die Struktur, erhöht die Durchlässigkeit und unterstützt eine gleichmäßigere Wasserführung. Auch humoser Oberboden kann notwendig sein, wenn die vorhandene Tragschicht ausgelaugt oder sehr steinig ist.
Wichtig ist danach das sogenannte Feinplanum. Die Fläche wird geglättet, Unebenheiten werden ausgeglichen und der Boden wird leicht rückverfestigt. Er sollte tragfähig sein, aber nicht versiegelt werden. Eine einfache Kontrolle ist der Tritt: Sinkt der Fuß nur leicht ein, ohne tiefe Abdrücke zu hinterlassen, ist die Fläche meist gut vorbereitet.
Nach der Lieferung den Rasen zügig verlegen und walzen
Fertigrasen ist ein lebendes Produkt. Nach der Anlieferung sollte er möglichst am selben Tag verlegt werden, da sich die zusammengerollten Soden sonst erwärmen und austrocknen können. Wer den Aufwand für Lieferung, Vorbereitung und Verlegung nicht selbst übernehmen möchte, kann in Berlin den Fertigrasen durch die A-Z Garten- und Landschaftspflege liefern und verlegen lassen. So gelangen die Soden zügig auf die vorbereitete Fläche und werden ohne lange Zwischenlagerung verarbeitet, was besonders bei sonnigem Wetter wichtig ist.
Fertigrasen ist ein lebendes Produkt. Nach der Anlieferung sollte er möglichst am selben Tag verlegt werden, da sich die zusammengerollten Soden sonst erwärmen und austrocknen können. Unabhängig von der Wahl der Rasensorte ist eine Lagerung über mehrere Stunden bei sonnigem Wetter äußerst problematisch.
Die Bahnen werden dicht an dicht ausgelegt. Dabei sollte nicht gezogen oder stark gedehnt werden, da sich die Soden später wieder zusammenziehen können. Besser ist es, die einzelnen Stücke sauber anzulegen und die Stoßkanten vorsichtig aneinanderzuschieben. Bewährt hat sich die Verlegung im Verband. Die Fugen der einzelnen Bahnen liegen dabei versetzt, ähnlich wie bei einer Mauer. Dadurch entstehen keine durchgehenden Kreuzfugen, die später schneller austrocknen oder sichtbar bleiben können.
Ränder und Zuschnitte werden mit einem scharfen Messer angepasst. Kleine Reststücke sollten nicht an stark belasteten Stellen liegen, da sie schneller austrocknen und schlechter anwachsen. Sobald ein Abschnitt verlegt ist, wird er behutsam angedrückt und anschließend gewalzt.

Warum das Walzen nach der Verlegung so wichtig ist
Nach dem Auslegen entscheidet der Kontakt zwischen Rasensode und Untergrund über den weiteren Anwuchserfolg. Liegen Hohlräume zwischen der Grasnarbe und dem Boden, können die jungen Wurzeln nicht gleichmäßig in die Tragschicht einwachsen. Außerdem trocknen solche Bereiche schneller aus.
Durch das Walzen entsteht ein fester Bodenschluss. Die Soden werden gleichmäßig an den vorbereiteten Untergrund gedrückt, ohne dass die Fläche stark verdichtet werden sollte. Dieser Schritt wird häufig unterschätzt, ist für den sogenannten Kapillarschluss aber zentral. Nur wenn Wasser aus dem Boden und aus der Sode zusammengeführt wird, bleibt die Anwachszone gleichmäßig feucht.
Nach dem Walzen sollte der Fertigrasen direkt gründlich gewässert werden, damit der Rasen gleichmäßig Feuchtigkeit aufnehmen kann. Das Wasser muss nicht nur die Rasensode benetzen, sondern auch den Boden darunter erreichen. Eine oberflächlich nasse Grasfläche reicht in dieser Phase nicht aus.
Die ersten Wochen nach der Verlegung
In den ersten zwei bis drei Wochen braucht Fertigrasen besonders viel Aufmerksamkeit. Die Soden besitzen zwar bereits eine geschlossene Grasnarbe, sind aber noch nicht fest mit dem Untergrund verbunden. Die frischen Wurzeln dürfen in dieser Phase nicht austrocknen.
Direkt nach der Verlegung wird die Fläche durchdringend gewässert. Danach sollte der Boden unter den Soden dauerhaft feucht bleiben. Bei mildem, wechselhaftem Wetter reicht häufig eine regelmäßige Bewässerung pro Tag. Bei Sonne, Wind oder höheren Temperaturen kann es notwendig werden, morgens und abends zu gießen ohne dabei Staunässe zu verursachen. Der Rasen benötigt Feuchtigkeit, aber keine dauerhaft nasse, sauerstoffarme Bodenschicht. Bilden sich Pfützen oder wirkt die Fläche schwammig, sollte die Wassermenge angepasst werden.
Betreten werden sollte der neue Rasen nur sehr vorsichtig. Solange sich die Soden noch anheben lassen, ist die Fläche nicht belastbar. Erst wenn ein leichter Zug zeigt, dass die Wurzeln im Boden greifen, kann der Fertigrasen allmählich genutzt werden. Je nach Witterung ist das häufig nach etwa 10 bis 14 Tagen der Fall, bis zur vollständigen Belastbarkeit vergeht meist etwas mehr Zeit. So bleibt der Fertigrasen als Rasen im Garten stabil und gleichmäßig.
Düngung im Frühjahr sorgt für ein dichtes Wachstum
Ob direkt nach der Verlegung gedüngt werden sollte, hängt von der Bodenvorbereitung und dem verwendeten Produkt ab. Wurde bereits ein geeigneter Starterdünger eingearbeitet, ist zunächst Zurückhaltung sinnvoll. Fehlt diese Nährstoffgabe, kann nach einigen Wochen eine erste Düngung erfolgen.
Im Mai bietet sich ein stickstoffbetonter Langzeitdünger an. Stickstoff unterstützt das Blattwachstum und sorgt dafür, dass die Gräser eine dichte, kräftige Narbe bilden. Gleichzeitig sollte die Nährstoffversorgung ausgewogen bleiben, da ein einseitig überdüngter Rasen anfälliger für Stress und Krankheiten werden kann.
Gut versorgter Fertigrasen macht den Rasen dichter. Der Rasen schließt dadurch schneller.
Nach dem Düngen wird die Fläche gewässert. So lösen sich die Nährstoffe und gelangen in den Wurzelbereich. Wichtig ist außerdem, den Dünger gleichmäßig auszubringen, damit keine hellen oder überversorgten Flecken entstehen.
Den Fertigrasen selbst verlegen oder Fachbetrieb beauftragen?
Kleine, gut zugängliche Flächen lassen sich mit sorgfältiger Vorbereitung durchaus selbst verlegen. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass Fertigrasen schnell verarbeitet werden muss und die Bodenvorbereitung körperlich anstrengend sein kann. Fehler im Untergrund zeigen sich später oft deutlicher als kleine Ungenauigkeiten beim Ausrollen selbst.
Bei größeren Flächen, schweren Böden, Hanglagen oder unklaren Standortbedingungen empfiehlt es sich, einen Fachbetrieb aus dem Garten- und Landschaftsbau einzubeziehen. Das gilt auch dann, wenn zunächst Altbewuchs abgetragen, Boden ausgetauscht oder die Fläche fachgerecht planiert werden muss.
Eine gute Vorbereitung spart später Pflegeaufwand. Gerade beim Rasen lohnt es sich, nicht nur an die schnelle Begrünung zu denken, sondern auch an die langfristige Entwicklung der Rasenfläche. So bleibt der Rasen dauerhaft belastbar.
Das Wort zum Sonntag: Nutzen Sie die guten Bedingungen im Mai für Gartenzeit
Der Mai ist ein geeigneter Monat, um Fertigrasen im Garten zu verlegen. Die Temperaturen unterstützen das Wurzelwachstum, während die große Sommerhitze meist noch nicht dauerhaft eingesetzt hat. Damit aus der schnellen Begrünung eine dauerhaft dichte und belastbare Rasenfläche wird, kommt es jedoch auf die Details an.
Ein gut vorbereiteter Boden, eine zügige Verlegung, sorgfältiges Walzen und eine gleichmäßige Bewässerung bilden die Grundlage für den Anwuchserfolg. Ergänzt durch eine passende Frühjahrsdüngung und spätere Maßnahmen gegen Verdichtung bleibt der Rasen nicht nur optisch attraktiv, sondern entwickelt sich auch langfristig gesund.
Text und Bilder:
A-Z Garten- und Landschaftspflege GmbH
Geschäftsführer: Dirk Schmidt
Romain-Rolland-Straße 14-24
13089 Berlin
Deutschland
Telefon: 030 96061125
E-Mail: kontakt@gartenservice-schmidt.de
Website: www.gartenservice-schmidt.de
Was finde ich hier?
Hier finden Sie Wissenswertes und Tipps Rund um die Themen Baum und Garten sowie auch den passenden Fachbetrieb für Baumarbeiten oder Garten- und Landschaftsbau in Ihrer Nähe.
Neueste Beiträge
- Gartenzeit: Fertigrasen im Mai verlegen und richtig anwachsen lassen
- Gartenpflanzen, die wenig Wasser brauchen und Hitze vertragen
- Frühling als optimaler Zeitpunkt für den Baumschnitt in Hamburg
- Terrassenbau im Garten: Planung und Tipps zur Umsetzung
- Baumfällung mit Hebebühne an zugänglichen Standorten
Seiten
AdobeStock_629823150.jpeg