Die richtige Rasenpflege im eigenen Garten

Mit der richtigen Rasenpflege überzeugt der Rasen im eigenen Garten nicht nur durch ein sattes, vitales Grün, sondern wird auch deutlich robuster und unempfindlicher. Neben dem gerade in den heißen Sommermonaten unverzichtbaren, regelmäßigen Bewässern, dem fachgerechten Düngen und sorgfältigem Rasenmähen sollten Gärtner auch das Vertikutieren und Aerifizieren nicht außer Acht lassen. Die beiden Maßnahmen beugen Bodenverdichtungen vor, fördern ein gesundes Wachstum und bringen Luft, Wasser und Nährstoffe an die Graswurzeln.

Was ist Vertikutieren – und wann sollte es wie häufig durchgeführt werden?

Im Laufe einer Gartensaison sammeln sich trotz gründlichem Absammeln und Rechen abgestorbene Pflanzenteile und Schnittgut auf dem Rasen im Garten an. In Kombination mit Moosen und Beikräutern entwickelt sich im Laufe weniger Monate ein dichter „Teppich“, der sogenannte Rasenfilz. Rasenfilz beeinträchtigt den Rasen nicht nur optisch, sondern führt auch zu einer erschwerten Nährstoffversorgung und verringert die Wasseraufnahmefähigkeit deutlich. Das Regen- oder Gießwasser bleibt in vielen Fällen auf dem Filz liegen und verdunstet dort. Die Folge: Rasenwurzeln verflachen, die Toleranz gegenüber Krankheiten sink und Beikräuter breiten sich schneller aus. Um gravierenden Schäden an Ihrem Rasen im Garten vorzubeugen, sollte im Heim- und Kleingartenbereich einmal pro Jahr – idealerweise im Frühjahr oder zu Herbstanfang – der Rasen vertikutiert werden. Das Vertikutieren ist eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen rund um den Rasen. Bei dieser Maßnahme werden kleine, handgeführte Maschinen oder Handgeräte eingesetzt, die die Grasnarbe oberflächlich anritzen. Dadurch werden Beikräuter, Moose und abgestorbenes Schnittgut gelockert und somit der Rasenfilz aufgebrochen. Nach dem Vertikutieren können sich auf dem Rasen im Garten Kahlstellen zeigen. Kleine Bereiche werden durch den Rasen selbst wieder geschlossen, größere Bereich ab etwa Handflächengröße sollten direkt nach dem Vertikutieren mit einer geeigneten Nachsaat geschlossen werden.

Welche Vorteile bietet das Vertikutieren für die Rasenpflege?

Wird der Rasen im Garten jährlich im Frühjahr oder alternativ im beginnenden Herbst vertikutiert, wird die Bildung eines dichten Filzteppiches zuverlässig vermieden. Abgestorbene Pflanzenteile, unerwünschte Beikräuter und liegengebliebenes Schnittgut werden durch das Vertikutieren gründlich entfernt. Vor allem die Wasserversorgung der Rasenwurzeln profitiert durch diese Maßnahme deutlich. Auch die Nährstoffaufnahme nach der Düngung der Rasenfläche wird stark verbessert. Nach nur wenigen Wochen zeigt sich, wie sehr die Rasenfläche durch das Vertikutieren profitiert. Die Fläche wird wesentlich dichter, gleichzeitig zeigt sich der Rasen im Garten durch die optimierte Wasser- und Nährstoffversorgung in einem satteren Grün.

Was ist Aerifizieren – und wann sollte es wie häufig durchgeführt werden?

Bei der Rasenpflege muss neben der oberflächlichen Beschaffenheit der Fläche auch immer das Bodenprofil, auf der die Grasnarbe kultiviert wird, betrachtet werden. Durch Witterungseinflüsse, aber auch die ganz normale Nutzung des Rasens im Garten, verdichtet sich der Boden zwangsläufig. Vor allem Lehmböden, Sandböden oder lehmig tonige Böden verdichten vergleichsweise schnell. Bei der Bodenverdichtung werden kleine Hohlräume zwischen festen Bodenpartikeln verschlossen, was zu einer gestörten Wasser- und Luftzirkulation führt. Stark verdichtete Böden unterbinden die Wasserverfügbarkeit, beeinträchtigen die Wasserführung und senken die Belastbarkeit der Rasenfläche. Erkennen lassen sich verdichtete Böden zuverlässig über das Auftreten von Breitwegerich (Plantago major) auf dem Rasen, einem gehemmten Wachstum der Rasengräser und eine verringerte Wasseraufnahmefähigkeit (Staunässe). Auch ein modriger Geruch, bedingt durch anaerobe Bodenbedingungen, kann auf einen stark verdichteten Boden hinweisen.

Um der Verschlechterung der Bodenbedingungen vorzubeugen, sollte im Rahmen der Rasenpflege während der Wachstumsphase zwischen März und Oktober regelmäßig aerifiziert werden. Hierfür stehen im Heim- und Kleingartenbereich unterschiedliche Techniken und Geräte zur Verfügung. Gängig sind handgeführte Aerifiziergabeln oder Aerifizierwalzen, die kleine Hohlräume im Boden schaffen und so für eine optimierte Belüftung sorgen. Mit Hohlstacheln (Hohlspoons) werden vor allem lehmhaltige Böden oder solche mit viel organischer Substanz bearbeitet. Die entstehenden Hohlräume werden nach dem Einsatz der Hohlstachel mit Quarzsand verfüllt, um den Boden locker zu halten. Auch Geräte, die mit komprimierter Luft oder Wasser arbeiten, sind im Bereich des Aerifizierens gängig.

Welche Vorteile bietet das Aerifizieren für die Rasenpflege?

Die regelmäßige Aerifizierung des Rasens im Rahmen der Gartenpflege – je nach Belastung und Bodenbeschaffenheit bis zu drei Mal pro Jahr – verbessert die Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens,https://intern.textbroker.de/a/directorder-write-submit.php erhöht den Gasaustausch und optimiert die Nährstoffversorgung der Rasengräser deutlich. Weiterhin fördert die Maßnahme den Abbau von Rasenfilz und unterstützt die Ausbildung einer belastbaren, ebenmäßigen Oberfläche. Nicht zuletzt profitiert auch das mikrobielle Bodenleben von der Aerifizierung.

Bei größeren Flächen auf Experten im Bereich Gartenbau setzen

Vertikutieren und Aerifizieren sind unverzichtbare Maßnahmen für ein gesundes Wachstum des Rasens. Bei größeren Projekten, beispielsweise bei einer vollständigen Neuanlage eines Rasens oder bei fehlender Erfahrung in der Gartenpflege seitens der Gartenbesitzer empfiehlt es sich, auf die Expertise spezialisierter Fachbetriebe im Bereich Gartenbau zurückzugreifen. Das spart einerseits Zeit und Kraft – und verhindert andererseits Fehler bei der Rasenpflege.